Detailansicht

001/001/035

Hirschfänger

Seitenwaffen

Beschreibung

Das Blatt trägt eine 2 mm lange Fehlschärfe und einen 169 mm langen, auslaufenden Rückenschliff. 100 mm von den Klingenschultern entfernt setzt beidseitig eine flache, 12 mm breite Kehle an, die bis in den Ort durchläuft. Nahe des Rückens verläuft beidseitig eine feine Kehle, die vor dem Ansatz des Rückenschliffs endet. Hoch wie tief geätzte Ornamente, Wilddarstellungen und Inschriften schmücken den ungekehlten Teil. Auf der Terzseite erscheint die Inschrift: "nach Jagen - und viell - fangen - steht - allzeit - mein - verlangen" (Inschriften dieses Inhalts treten seit dem 17. Jh wiederholt an jagdlichen Klingen auf. Landgraf Ludwig VIII., während dessen Ära der Hirschfänger im Gebrauch war, hatte eine besondere Vorliebe für derartige Sprüche, die sich auch auf Medaillen im Museum Jagdschloss Kranichstein finden). In der Mittelkehle schließen sich in deutlich reduzierter Darstellungsweise tief geätzte Ornamente an. Den Blattrücken dekoriert ein Pfeil mit zwei Stäben. Das Gefäß besteht aus fünf gegossenen, ziselierten Buntmetallteilen und der Geweihhilze. Auf den Klingenschultern ruht eine ovale Stoßplatte mit Stichblatt. Die Parierstange geht in den Faustbügel über, der in einer Aussparung der Knaufkappe rastet. Der Hilzenring und die Knaufkappe fassen die Hilze. Auf dem Vernietknauf liegt der Angelniet.

Maße

L 710/564 mm; B 29 mm; St 8 mm; G -/570 g

Beschriftung

"nach Jagen - und viell - fangen - steht - allzeit - mein - verlangen"

Material

Klinge: hoch/tiefgeätzte Ornamente; Gefäß: fünf gegossene, ziselierte Buntmetallteile, Geweihhilze