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001/001/079

Hirschfänger

Seitenwaffen

Beschreibung

Das zweischneidige Blatt von bikonvexem Querschnitt und 4 mm langer Fehlschärfe ist nicht gekehlt. Tiefgeätzte Wolfsdarstellungen und die Zahl 1616 bilden beidseitig ein sparsames Dekor. Das Gefäß besteht aus vier Buntmetallteilen und der hölzernen Hilze. Auf den Klingenschultern ruht die Stoßplatte mit dem lediglich angedeuteten Stichblatt, darauf die gerade Parierstange. Der Hilzenring und die Knaufplatte mit Vernietknauf fassen die aus Buchs geschnittene Hilze. Terzseitig sind drei Stifte mit ovalen Zierköpfen eingeschlagen. Die Waffe fügt sich in eine Gruppe von Hirschfängern mit gemeinsamen Merkmalen (vgl. Kat. Nr. 20-22). Während deren Gefäße variieren können, fällt die Einheitlichkeit der ungewöhnlichen, zweischneidigen Blätter mit Wolfsdarstellungen und vierstelligen Ziffern auf (Die Zahlen beziehen sich nicht auf den Zeitpunkt der Herstellung, sondern stehen für kabbalistische oder magische Vorstellungen. Rose, ZHWK, Bd. XIV 1935/36, 131-133; Wagner, 1966, S. 65). Solingen/Datierung 1616: Krünitz, "Klinge", beschreibt ausführlich sogen. Wolfsklingen; zweischneidige Klingen mit der geätzten Darstellung eines Wolfes. Beschreibung: Hirschfänger mit Scheide. Klinge: 57 cm, linsenförmig, abgenutzte Verzierungen. Gefäß: Kreuzgefäß aus Messing, Parierstangen Messing. Griff: leicht gebogener aus Holz Scheide: Leder, Ort- und Mundblech aus Messing.

Maße

L 741/573 mm; B 34 mm; St 6 mm; G -/430 g

Material

Klinge: zweischneidiges Blatt, bikonvexer Querschnitt, tiefgeätzt; Gefäß: vier Buntmetallteile, Hilze aus Buchs, drei Zierknöpfe