Detailansicht

004/002/042

Der weisse Damhirsch

Radierungen

Beschreibung

Darstellung des „Weißen Damhirsches" in ganzer Figur vor Waldlandschaft. Während das Haupt weitgehend dem Kranichsteiner Gemälde (004/001/185) entspricht, wird die Vegetation des Hintergrundes deutlich variiert. Ob es sich bei dem in der Beischrift als Vorlage genannten Gemälde von Eger um eben jenes Hirschporträt oder um eine ganzfigurige, verlorene Fassung handelte, ist nicht zu entscheiden. Anmerkung: Die originale Kupfer-Druckplatte befindet sich ebenfalls im Jagdschloss Kranichstein. Ridingers Radierung bildetet gleichermaßen die direkte Vorlage zu einer wohl deutlich späteren, etwas vereinfachten ausgeführten Nachzeichnung von unbekannter Hand, sowie einer wohl um die Mitte des 19. Jhs. in Öl gemalten Blechtafel mit identischer Bezeichnung (Jagdschloss Kranichstein, Kleiner Hirschgang); nach 004/004/12, vgl. 004/001/185, 004/001/12.

Maße

H 460 mm; B 350 mm; Platte: 353 mm x 260 mm, Darstellung: 297 mm x 238 mm

Hersteller

Johann Elias Ridinger (1698-1767) nach Georg Adam Eger (1727-1808)

Beschriftung

Bez. l. u. der Darstellung, Kupferstich: „G. A. Eger ad viv: pinx."; mittig: „Joh. El Ridinger direxit et excud. Aug. Vind."; r.: „Martin El. Ridinger sc. A. V."; darüber: „Diesen weißen Tann-Hirsch mit angezeigtem raren Gewaechs von Gehörn, / haben Se. Hochfürstl. Durchl. der Regierende Herr Landgraf zu Hessen-Darmstadt, / LUDWIG. VIII: / den 16. Juny 1763. im Gerauer-Wald geschoßen. / Wobey merckwürdig; daß, weder an dem Kurtz-Wildpret, noch sonsten inwendig einiger Schaden oder / Mangel warzunehme[n] gewesen; sondern der Hirsch sehr feist auch Starck vo[n] Leib u: gesund befunden worden."

Material

Radierung auf Papier, gerahmt; Profilrahmen in Goldfassung.