Detailansicht

004/001/323

Ende einer Parforcejagd beim Alsbacher Schloss

Gemälde

Beschreibung

Nach innen Rokokostäbe, außen Perlstab mit Blättern, Kehlung mit Blattwellen, an den Ecken und in der Mitte jeder Seite Rocaille-Kartuschen, alles vergoldet; Rs. auf der neuen Leinwand schabloniert. Von einem imaginären erhöhten Standpunkt, links unten durch einen bewachsenen Vordergrundstreifen angedeutet, geht der Blick über die Ebene zur Bergstraße und tief in den Odenwald hinein. Im Zentrum liegt Bickenbach mit dem Bickenbacher Jagdhaus, hinter der Allee der Bergstraße reihen sich von links nach rechts Burg Frankenstein, Seeheim, Jugenheim mit der Ruine des Klosters Heiligenberg, Alsbach mit dem Schloss, das Auerbacher Schloss, Zwingenberg, Auerbach ohne Kirche, die Starkenburg, Bensheim und Heppenheim. Rechts unten ist ein Bild eingeschaltet, das zeigt, wie Ludwig VIII. mit seiner Jagdgesellschaft vor der Ruine des Alsbacher Schlosses eingetroffen ist und gerade den auf der Mauer stehenden Hirsch erlegt. Die Szene wird von einer Kartusche aus Netzen, Zweigen, buntem Akanthus und Rocaillen sowie Jagdutensilien und dem Kopf der Diana eingefasst; Querverweis: Vorlage für 004/001/287.

Maße

H 592 mm; B 792 mm; erneuerter Spannrahmen: 601 mm x 812 mm.

Hersteller

Johannes Tobias Sonntag (1716 - 1774), Umfeld (?); ehemals zugeschrieben: Georg Adam Eger (1727 - 1808); ausgeschiedenes Werk.

Beschriftung

Rs: Schwarz über weißem Farbanstrich (19. Jh., nach alter Bez.): „Seine Hochfürstliche Durchlaucht / Landgraf Ludwig VIII von Hessen-Darmstadt / haben im Jahr 1758 diesen Hirsch parforce gejadt / und auf dem Alsbacher Schloss geschossen".

Material

Öl über roter Grundierung auf Leinwand, doubliert, gerahmt; Holz-Stuck-Rahmen.