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001/001/083

Hirschfänger

Seitenwaffen

Beschreibung

Das Blatt mit 13 mm langer Fehlschärfe trägt einen 170 mm langen Rückenschliff und beidseitig eine zentrale Kehle. Hoch geätzte, gebläute, florale Motive schmücken etwa drei Viertel der Länge. Das Gefäß besteht aus drei dekorierten Buntmetallteilen und der Beinhilze. Auf den Klingenschultern ruht die in den Faustbügel übergehende Parierstange mit dem Stichblatt. Der Hilzenring und die als Löwenkopf gestaltete Knaupfkappe fassen die Hilze, an deren Schmalseiten Spangen eingebettet sind. Terzseitig hat man drei Stifte mit Zierknöpfen eingeschlagen. Das Gefäß der Waffe ist bis auf geringfügige, durch die individuell-handwerkliche Fertigung bedingte Abweichungen identisch mit denen der beiden vorab beschriebenen Hirschfänger. Obgleich Blattdimensionen und Dekor abweichen, ist von einem Ensemble auszugehen (Eine ältere zeichnerische Dokumentation, Bl.10, erfasste ein weiteres Exemplar mit identischem Gefäß und gebläuter Klinge aus der Produktion der Gebr. Weyersberg, Solingen. Nach einem Vermerk wurde die Waffe von dem Leibjäger Menger getragen). Der Hirschfängertyp taucht noch in einem um 1900 erschienenen Katalog, allerdings mit Standard-Ätzung, auf. (Katalog Weyersberg; No. 246, Hessischer Oberförster-Hirschfänger).

Maße

L 678/535 mm, Br 30 mm, St 9 mm, G -/716 g

Material

Klinge: beidseitig zentrale Kehle, hoch geätzt, gebläut; Gefäß: drei Buntmetallteile, Beinhilze, Knaufkappe in Löwenkopfform, drei Zierknöpfe