Detailansicht

001/001/067

Hirschfänger

Seitenwaffen

Beschreibung

Das zweischneidige Blatt von bikonvexem Querschnitt und 3 mm langer Fehlschärfe ist nicht gekehlt. Tiefgeätzte, durch Korrosion überlagerte Wolfsdarstellungen und die Ziffern 1413 bilden beidseitig ein sparsames Dekor. Das Gefäß besteht aus fünf Buntmetallteilen und der braunen Hornhilze. Auf den Klingenschultern ruht die Stoßplatte mit Überfang, darauf die gerade Parierstange. Der Hilzenring und die Knaufkappe fassen die Hilze, in deren spiralig geschnittenen Riefen eine Wicklung verdrillten Kupferdrahtes verläuft. Auf dem Vernietknauf liegt der Angelniet. Die Waffe fügt sich in eine Gruppe von Hirschfängern mit gemeinsamen Merkmalen (vgl. Kat. 20, 21, 23). Während deren Gefäße variieren können, fällt die Einheitlichkeit der ungewöhnlichen, zweischneidigen Blätter mit Wolfsdarstellungen und vierstelligen Ziffern auf (Die Zahlen beziehen sich nicht auf den Zeitpunkt der Herstellung, sondern stehen für kabbalistische oder magische Vorstellungen. Rose, ZHWK, Bd. XIV (1935/36), 131-133; Wagner, 1966, S. 65). Schlichte, gerade Parierstangen, wie sie diese und die nachfolgend beschriebene Waffe zeigen, weisen sie als die wohl jüngeren Exemplare der Gruppe aus; die Gestaltungsweise verbreitet sich erst im 19. Jh (s. Kat. Nr. 28, 30, 33-35, 38-40). Beschreibung: Hirschfänger Klinge: 59 cm, linsenförmige Klinge, Gefäß: Kreuzgefäß mit geraden Parierstangen. Griff aus Holz mit Drahteinlagen. ; Funktion:Jagdausübung;

Maße

L 736/600 mm; B 32 mm; St 5 mm; G -/456 g

Material

Klinge: zweischneidig, bikonvexer Querschnitt, ungekehlt, tiefgeätzt; Gefäß: fünf Buntmetallteile, braune Hornhilze spiralig geschnittene Riefen, Kupferdrahtwicklung