Detailansicht

001/001/025

Hirschfänger mit Beimesser

Seitenwaffen

Beschreibung

Das Blatt mit 8 mm langer Fehlschärfe trägt einen 162 mm langen, auslaufenden Rückenschliff. Tief geätzte, flächig vergoldete Ornamente und Bläuung erstrecken sich über 400 mm Länge. Die Bläuung läuft mit einer Ranke aus. In kursiver Schrift ist auf der Terzseite der Herstellername, "P. Küll", auf der Gegenseite der Herstellungsort, "Solingen", graviert (Schlesinger, 1978, S. 371, Peter Franz Küll, 1891/1820 genannt). Das Gefäß besteht aus vier gegossenen und ziselierten silbernen Teilen sowie den Beingriffschalen. Auf den Klingenschultern ruht die Stoßplatte mit Überfang. Die gerade Parierstange trägt eine Eichenlaubranke und im Zentrum der Terzseite ein gekröntes "M" (Wohl Maximilian Josef I, 1757-1825, ab 1806 König von Bayern). Der Hilzenring fasst den Rahmen und die Griffschalen. Beidseitig verdecken drei Stifte mit halbrunden Zierköpfen die Niete der Griffschalen, auf der Terzseite ist wegen eines verlorenen Zierkopfes die Bördelung des buntmetallen Hohlniets zu erkennen. Die Gefäßmorphologie der Waffe gleicht der des nachfolgend beschriebenen Exemplars. Der weit verbreitete Typ entspricht dem Muster Hannoverscher Hirschfänger für adelige Jagd- und Forstbedienstete um 1800 (Große Löscher, 2005, Heft 2).

Maße

L 691/538 mm; B 31 mm; St 9 mm; G -/854 g

Hersteller

P. Küll, Solingen

Beschriftung

"P.Küll" (Klingenstärke) "Solingen" (Klingenstärke) "M" unter 9 zackiger Krone

Material

Klinge: tief geätzt, flächig vorgoldet, gebläut, graviert; Gefäß: vier gegossene, ziselierte silberne Teile, Bein