Bioversum Keyvisual Fallback

Neue Medien im Jagdschloss

20. Juli bis 29. September 2019

Das MUSEUM Jagdschloss Kranichstein soll ein neues mediales Vermittlungskonzept bekommen. Im Rahmen eines Masterstudiengangs haben 14 Studierende der Hochschule Darmstadt Fachbereich Media drei interaktive Konzepte entwickelt, wie die Geschichte im MUSEUM Jagdschloss Kranichstein lebendig vermittelt werden kann. Vom Webcam-Hochsitz auf dem Luisenplatz bis hin zu VR-Brillen reicht die Spannbreite der Entwicklungen.

Das Projekt

Studierende des Masterstudiengangs Leadership in the Creative Industries des Fachbereichs Media der Hochschule Darmstadt hatten ein Semster Zeit eine transmediale Kampagne für das MUSEUM Jagdschloss Kranichstein zu entwickeln.

Unter der Anleitung von Dr. Lars Vollert und Prof. Marc Lutz sind 3 Projekte entstanden, die nun im MUSEUM Jagdscloss Kranichstein vorgestellt werden. „Jagdfieber“ verknüpft unseren Jagdtrieb und Spieltrieb zu einem spannenden Jagd-Erlebnis.
„Leftovers“ demonstriert anschaulich, dass jedes Museums-Objekt eine Geschichte erzählen kann.
„Baroque Identities“ geht auf Entdeckungsreise nach historischen Figuren, aber auch auf die Suche
nach der eigenen Identität.

Jagdfieber

„Jagdfieber“ verknüpft unseren Jagdtrieb und Spieltrieb zu einem spannenden Jagd-Erlebnis.

Die Studierenden verwandeln das negativ besetzte Image der Jagd in ein spannendes Museums-
Erlebnis und wecken den Nervenkitzel des Verfolgens und Fangens. Damit geben sie Einblicke in die
psychologischen Aspekte des Jagens an sich. Wir alle sind ständig „auf der Jagd“ nach Schnäppchen,
nach Abenteuern, nach Geld oder nach Aufmerksamkeit.

Die vorgeschlagene Lösung umfasst eine transmediale Kampagne, eine spannende Schnitzeljagd im
Museum und den dramatischen Abschluss im Escape-Room. Die Online- und Plakat-Kampagne weckt
die Aufmerksamkeit für das Phänomen „Jagen“, ohne das Museum in den Vordergrund zu stellen.
In der Schnitzjagd entdecken die Besucher verborgene Schätze im Museum. Dem Escape-Room kann
die Besucherin nur entkommen, wenn sie mit dem Raum im Museum interagiert und Vergangenes mit
Gegenwärtigem verbindet.

Studierende:
Mathis Anzeneder, Ann-Kristin Buhn, Joyce Busch, Michelle Klee, Hannah Rienmüller, Linda Streit

Leftovers

„Leftovers“ demonstriert anschaulich, dass jedes Museums-Objekt eine Geschichte erzählen kann.

In jedem Museum gibt es Objekte – über Jahrhunderte wurden sie gesammelt, im Museum ausgestellt
und fristen dennoch ein langweiliges Dasein. Die Studierenden erwecken diese Objekte wieder zum
Leben. Sie spielen nun eine Hauptrolle und erzählen uns ihre spannenden Geschichten.
Die Objekte, wie beispielsweise Gewehre, Wandbilder, Hirsch, Karte, Klavier, Ziegelstein, Wasserspeier,
und viele andere, erzählen in einem charakteristischen Sounddesign oder gar durch Animation von ihren
„Besitzern“, ihren „Handlangern“ und ihren „Gegnern“. Die komischen Geschichten geben nicht nur
Einblicke in die Gerätschaften, sondern ganz nebenbei in den barocken und klassischen Lebensstil der
Schlossbewohner und der Jagdgesellschaften.

Die Besucher verwenden ihre Smartphones, um über eine Augmented-Reality-App mit den Objekten zu
interagieren. Eine Virtual Reality-Brille ermöglicht es, verborgene Objekte in den Räumen zu entdecken.

Studierende:
Seyed Mojtaba Beheshti, Lukas Thelen

Baroque Identities

„Baroque Identities“ geht auf Entdeckungsreise nach historischen Figuren, aber auch auf die Suche
nach der eigenen Identität.

Schauspieler in barocken Kostümen auf einzelnen Plätzen in Darmstadt ziehen die Aufmerksamkeit auf
sich und laden zum Selfie und zum Museumsbesuch ein.
Im Museum trifft man in einer virtuellen Mystery Tour erneut auf die historischen Figuren und auf eine
kriminelle Tat: Das Portrait von Großherzog Ludwig wurde mit der Aufschrift „Mörder“ verunstaltet!
Welche Rolle spielen dabei seine Frau Karoline und der Büchsenspanner Eduard? Warum verschwand
die Schwester des Malers Georg und warum wurde dieser angeschossen?
Welche Intrige spielte sich auf der damaligen Jagdgesellschaft ab?
Und mehr noch: Hatte Karoline von der Pfalz in ihrer Ehe wirklich die Hosen an und war Ludwig von
Hessen Darmstadt wirklich ein romantischer Abenteurer?

Der Besucher kann mit Hilfe einer Augmented Reality Brille und eines smart-Armbandes in vergangene
Zeiten blicken. Nur wenn er alle Rätsel löst, kann er die Machenschaften auflösen und gleichzeitig seine
eigene barocke Identität entdecken.

Studierende:
Katharina Devecioglu, Isabel Gaubatz, Romina Marsico, Mona Moghimi, Marcel Moosmann, Inga
Reichert

Tischgesellschaften

Speisen bei Hofe ODER Wie man "à la française" serviert

Was kam eigentlich bei einem barocken Festmahl auf den Tisch? Warum wurden ganze Schweineköpfe und Pasteten mit Federn aufgetischt? Wieso war eine Auswahl an verschiedenfarbigen Soßen unerlässlich und durfte jeder Gast von allen Speisen kosten? Wo wurden die Speisen zubereitet und wie wurden sie aufgetragen? Die Küchenmagd Grete Ballhorn beobachtet die feinen Herrschaften genau und berichtet bereitwillig von ihren Erfahrungen bei Hofe.

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Kerstin Hebell als Küchenmagd Grete Ballhorn

Die Geschichte des Kranichsteiner Waldes – Wie Mensch und Klima das Ökosystem Wald beeinflussen

Unsere Wälder werden bereits seit Jahrhunderten von uns Menschen benutzt und dadurch in ihrer Entwicklung und ihrer Artenzusammensetzung beeinflusst. Waldweide, Sammeln von Feuerholz und Einstreu und natürlich die Nutzung von Holz zum Bauen haben ihre Spuren hinterlassen. Aktuell sind die ersten Folgen des Klimawandels in unseren Wäldern zu beobachten. Was bedeutet der Klimawandel für den Wald und für einzelne Baumarten? Welche Baumarten haben eine Zukunft und für welche sehen die Prognosen düster aus? Wie kann in unseren Breiten der Wald der Zukunft aussehen? Diskutieren sie über diese und andere Fragen mit der Revierförsterin Annerose Stambke.

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Annerose Stambke, Revierförsterin

Scherenschnitte - Carolines historische Selfies

Was heute in unseren digitalen Bildbearbeitungsprogrammen mit wenigen Klicks erstellt werden kann, war früher eine Kunst für sich: Scherenschnitte. Die Darmstädter Landgräfin Caroline widmete sich ihnen mit Begeisterung. Wagen Sie sich auf ihre Spuren! Unter Anleitung der Grafikerin Johanna Müller entstehen eigene, analoge Selbstporträts mit Schere und Papier .

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Johanna Müller, Grafikdesignerin

Hunde bei Hofe

Konrad schnüffelt sich durch das Jagdschloss Konrad ist begeistert. Im Jagdschloss wimmelt es nur so von Hunden, die in ganzen Meuten durch die Bilder hetzen. Er fragt sich, was diese Hunde wohl zum Fressen bekommen haben und ob sie auch ins Jagdschloss hineindurften? Entdeckt mit dem Hund Konrad und der MusenSuse Heike wie die Hofhunde früher gelebt haben und was für Aufgaben sie hatten. Im Anschluss gibt es ein Bastelangebot.

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Die MusenSusen (mit Heike und der Handpuppe Konrad)

Brandgefährlich? Von Büchsen und Feuer

Als im 16. Jahrhundert das Schiesspulver erfunden wurde, waren die Jäger gar nicht begeistert! Das Teufelszeug schien ihnen viel zu gefährlich für die Jagd. Wie es sich aber doch durchgesetzt hat, was sich nicht nur bei der Jagd dadurch verändert hat und wie solch alten Gewehre funktioniert haben, zeigt Herr Dosch an praktischen Beispielen.

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Willi Dosch, Reenaktor

Fastenkuren - Selfcare der Landgrafen

Dr. Jörg Steinfeld plaudert aus dem Nähkästchen und gibt Einblick in die historischen Wellness-Rituale des hessischen Adels.

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Dr. Jörg Steinfeld

Speisen bei Hofe ODER Wie man "à la française" serviert

Was kam eigentlich bei einem barocken Festmahl auf den Tisch? Warum wurden ganze Schweineköpfe und Pasteten mit Federn aufgetischt? Wieso war eine Auswahl an verschiedenfarbigen Soßen unerlässlich und durfte jeder Gast von allen Speisen kosten? Wo wurden die Speisen zubereitet und wie wurden sie aufgetragen? Hofkoch Jacques Rivette kennt sich bestens mit der höfischen Etikette aus und berichtet bereitwillig von seinen Erfahrungen bei Hofe.

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Gerhard Geib als Hofkoch Jacques Rivette

Recht gehabt

Nele findet heraus, was man früher im Wald durfte und was nicht. Nele wundert sich, dass es früher in Darmstadt verboten war, in den Wald zu gehen. Findet zusammen mit Nele und MusenSuse Heike heraus, was der Landgraf so alles durfte, seine Untertanen aber nicht. Gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten. Um Stöcke und Zapfen für unser Bastelvergnügen zu sammeln, streifen wir gemeinsam durch den Wald – fast wie ein Landgraf…

Uhrzeit: 15:00 – 16:00 Uhr

Leitung: Die MusenSusen (mit Heike und der Handpuppe Nele)