Detailansicht

004/001/164

Der Dreistangenhirsch

Gemälde

Beschreibung

Das Haupt des Hirsches mit dem Geweih aus drei Stangen im Dreiviertelprofil ist effektvoll vor eine nahezu monochrome Himmelsfläche gesetzt; Hals und Rückenansatz sind hingegen von etwas Blattwerk und entfernten Bäumen gerahmt. Die gegenüber der Zeichnung (004/004/014) des selben Hirsches etwas nach links gedrehte Position des Hauptes, mehr noch die der Trophäe genau entsprechende Darstellung von zehn Geweienden belegen, dass das Gemälde nach einer anderen Vorzeichnung geschaffen wurde, wahrscheinlich einer von Johann Elias Ridinger. Anmerkung: Der Duktus der Zeichnung belegt eindeutig die Autorenschaft Egers. das Gemälde zeigt eine detaillierte, um Stofflichkeit bemühte Ausführung der Decke (des Fells) und einen duftigen, bereits silbrig-blau getönten Baumschlag und wird somit deutlich später nach Erlegung des Hirsches, wohl um 1760, entstanden sein (vgl. das Haupt-Schwein, um 1760; 004/001/166).

Maße

H 1152 mm; B 1030 mm; erneuerter Keilrahmen: 1165 mm x 1041 mm

Hersteller

Georg Adam Eger

Beschriftung

Vorne auf Schild: "GEORG ADAM EGER *1727 +1808." Bez. o., Pinsel in Rot: „Diesser Hirsch mit 3. Stangen ist von dem Hochfürstl Heßen-Darmstln. Jaeger Meister. Frey-Herrn von Nimpsch in dem Jaegersburger-Wald im Garn lebend gefangen, und den 11.t Augl. 1753 bey Cranichstein par Force gejagt worden."

Material

Öl über hellroter Grundierung auf Leinwand, doubliert, gerahmt; Wulstrahmen, ölvergoldet.