Detailansicht

004/002/144

Der Battenberger Hirsch

Radierungen

Beschreibung

Die Inschrift befindet sich innerhalb einer Rokoko-Kartusche, die unter der Bildfläche angeordnet ist, und in diese hineinragt. Die Künstlersignatur ist außerhalb der Kartusche. Der Hirsch steht auf einer Bodenerhebung links im Vordergrund, er ist nach rechts gerichtet und wendet den Kopf zurück. Am unteren Rand schließt eine Bodenwelle, die rechts einen Baumstamm trägt, die Bildbühne ab. Ein bildhoher Baum rahmt links die Fläche. Rechts im Mittelgrund und über den ganzen Hintergrund ziehen sich locker von Bäumen bestandene Bodenwellen. Der hohe Himmel ist bewölkt. Anmerkung: Detailgetreue und seitenrichtige druckgraphische Reproduktion der Zeichnung Egers (vgl. 004/002/204). - Eine wohl spätere Kopie als Ölgemälde im Gegensinn mit identischer Beschriftung wurde offenbar nach der Radierung von einem unbekannten Künstler gefertigt (Jagdmuseum Kranichstein; Kat. Darmstadt 1999, S. 130, Nr. VI.11f, m. Abb.).

Maße

Blatt (im Plattenrand ausgeschnitten): 344 mm x 249 mm; Darstellung mit Rahmung: 292 mm x 242 mm

Hersteller

H. P. Bossler nach Georg Adam Eger (1727-1808)

Beschriftung

Vorne; oben: „Dieser Hirsch ist mit einem Gehoern von 20 Enden im Monat August 1763 bey / Battenberg in Hessen lebendig gefangen, hierauf nach Darmstadt geführt und daselbsten / in die große Faisanderie bey Cranichstein gebracht worden. Nachdem nun derselbe im fol= / genden Jahr 22 Ende aufgesezt, hernach aber A 1765 mit einem praechtigen Gehoern von 32 En= / den erschienen, wurde er auf Hoch=Fürstln. Befehl den 22ten Augl. nach dem Leben also ge= / zeichnet*". Bez. r. u., radiert: „Gravé par H. P. Bossler".

Material

Radierung, mit Kaltnadel übergangen, auf Papier; Profilrahmung in Goldfassung.