Detailansicht

004/001/062

Das Jagdzeughaus und Schloss Kranichstein

Gemälde

Beschreibung

Landgraf Ernst Ludwig errichtete 1688-1690 südwestlich vom Jagdschloss ein großes neues Jagdzeughaus. Der 112 Meter lange, über 25 Fensterachsen sich erstreckende Steinbau, zweistöckig und mit dem von Ernst Ludwig in Hessen-Darmstadt eingeführten französischen Mansarddach zeigt bis heute, welchen Stellenwert der neue Landesherr der fürstlichen Jagd zu geben gedachte. Charakteristisch für die barocke Jagd wurde hier Zubehör wie Tücher, Netze, Geräte, Jagdlappen, Wildtransportwagen und Jagdkaleschen gelagert. Man brauchte langgestreckte Trockenräume für die hohen, bis zu 100 Meter langen Leinwandtücher und Jagdlappen. Dazu diente der langgestreckte Dachboden, im weiträumigen Erdgeschoss lagen Pferdeställe und Remissen, darüber die Wohnungen für das Jagdpersonal, dahinter die Hundezwinger. Vom Zeughaus links führt eine Baumallee zum Damm am Backhausteich, an dem Jäger mit Entenfang beschäftigt sind. Das alte Backhaus rechts im Bild steht heute nicht mehr. Das ehemalige Jagdzeugmeisterhaus hinter dem Zeughaus existiert heute noch.

Maße

H 600 mm; B 750 mm

Hersteller

Johann Georg Stockmar (1700-1759)

Beschriftung

Vorne auf Schild: "JOH. GEORG STOCKMAR + 1759." Hinten: "Cranigstein. Oberförsterei Steinbrückerteich Forst Darmstadt" Aufgeklebter Zettel: "Aus der Verlassenschaft der Prinzessin Georg v. Hessen-Darmstadt geborene Gräfin von Leiningen-Heidesheim." Signatur vorne: "J. G. St."

Material

Öl auf Leinwand, gerahmt; Rahmen profiliert und vergoldet.