Detailansicht

004/001/018

Parforcejagd an der Dianaburg

Gemälde

Beschreibung

Der kleine Rokokopavillon entstand als letztes der Jagdhäuser des 18. Jh. am westlichen Rand des Wildparks, nördlich von Kranichstein. 1765 ließ Ludwig VIII. die Dianaburg als Geschenk für seinen Sohn erbauen. Alles ist französich - symmetrisch angelegt. Über hohem Sockel nimmt ein achtseitiger Saal die ganze Beletage ein, die mit ihren Fenstern nach allen Seiten Aussicht gewährt. Terrassenförmig führt in Verlängerung des Gartenweges eine balustradengesäumte Freitreppe zum Mitteleingang hinauf. Die geschweifte Kuppel mit ovalen Fenstergauben und zierlicher Laterne wird von einer Reiterwetterfahne bekrönt, der weisse Giebel über dem Mittelrisalit von einer Statue der Diana. Im Vordergrund die Jagdszenerie mit dem Landgraf auf einem weißen Pferd. Obgleich sich Ludwig IX. um die Erhaltung bemühte, verfiel die Dianaburg in kurzer Zeit und musste 1806 auf Abbruch verkaut werden. Erst 1836 errichtete Ludwig III. den heute noch bestehenden Jagdpavillon, der den alten Namen weiterführt.

Maße

H 650 mm; B 850 mm; originaler Spannrahmen: 657 mm x 867 mm

Hersteller

Georg Adam Eger (1727-1808), nicht sign.

Beschriftung

In der Kartusche über der Tür gemalte Inschrift und Jahreszahl: „DIANA-BURG / MDCCLVI"; Rs.: Schwarz über hellgelbem Farbanstrich (19. Jh., nach alter Bez.): „Parforce-Jagd, / unter Landgraf Ludwig VIII von Hessen-Darmstadt, / bei dem Jagd-pavillon-Dianaburg. / Gemalt von dem Landgräflich Hessen- / Darmstädtischen Hof-Jagdmaler Eger." Hinten auf dem Spannrahmen eingebrannt: "WOLFSGARTEN" .

Material

Öl über wohl rosaroter Grundierung auf Leinwand; Holz-Stuck-Rahmen.