Detailansicht

004/001/092

Hirsch mit 20 Enden, im Hintergrund Schloss Mönchbruch

Gemälde

Beschreibung

Die Darstellung eines bemerkenswert stattlichen Zwanzigendes, der laut Beschriftung bei einer ersten Jagd angeschossen und erst Wochen später nach tagelanger Verfolgung erlegt wurde, gewinnt durch die frontale Kopfhaltung und die Symmetrie des Geweihes majestätischen Ausdruck. Im Hintergrund rechts Baum- und Buschwerk, links der Ausblick auf eine Wiese mit friedlich äsendem Rotwild, und in der dunstigen Ferne die Pavillons des seit 1720 angelegten Jagdhofes Mönchbruch (vgl. Siebert 2001, S. 24f.). Anmerkung: Die sehr feine, detailreiche Ausführung und die silbrig-blaue, bereits aufgehellte Farbgebung entsprechen der späten Darmstädter Schaffensphase Egers.

Maße

H 345 mm; B 470 mm; originaler Spannrahmen: 305 mm x 490 mm

Hersteller

Georg Adam Eger; sign.

Beschriftung

Sign. rs. r.u.; Pinsel in Schwarz: „GAEger pinx:" (GA ligiert); darüber bez.: „Diesen Hirsch von 20. Enden haben Ihro Hochfürstle / Durchl.t der Regierende Herr Landgraf LUDWIG VIII / zu Hessen=Darmstadt dl 11ten Octobr: ao 1763 im / Königstädter-Wald angeschossen. Da aber dieser Schuss, / obschon die Kugel oben durch den Leib / ein, und wieder ausgegangen jedennoch keinen / Schaden gethan: so haben Höchst Dieselben d 4ten / Novbr: darauf im Rüsselsheimer-Wald Ihme den / zweyten Schuss beigebracht; worauf derselbe d 13ten / ejusdem im Bohnen See, noch lebend gefunden / worden."

Material

Öl über dunkelroter Grundierung auf Leinwand, gerahmt; Profilrahmen, poliert und ölvergoldet.