Detailansicht

004/001/085

Hirsch mit 18 Enden vor Schloss Wolfsgarten

Gemälde

Beschreibung

Der Hirsch ist vor eine weite Landschaft gesetzt, rechts schließt sich eine hohe Baumstellung an. Im linken Hintergrund liegt das Jagdschloss Wolfsgarten, das 1723 durch den Architekten des barocken Residenzschlosses in Darmstadt, Louis Remy de la Fosse (um 1659-1726), errichtet wurde. Deutlich zu erkennen sind der zentrale Turmpavillon mit geschweifter Haube und Laterne, die sich daran anschließenden Wirtschaftsbauten mit roten Ziegeldächern sowie der lang gestreckte Herrenbau mit einem Walmdach in Schieferdeckung. Den Herrenbau flankieren zwei rechtwinklig ummauerte Gärtchen. Die in Kopfhöhe in die Umfassungsmauer eingebrochenen, später dann wieder vermauerten Fenster dienten als Ausguck, vielleicht auch als Schießluken bei eingestellten Jagden, die auf der großen Wiesenfläche vor dem Schloss gegeben wurden (vgl. Siebert 2001, S. 23f.). Anmerkung: Die Wirkung des Gemäldes ist durch den leicht vergilbten und getrübten Firnis etwas beeinträchtigt. - Eine eher summatrische Kopie des Gemäldes auf einer Blechtafel dürfte aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen (Jagdschloss Kranichstein, Großer Hirschgang); 004/001/049.

Maße

H 335 mm; B 280 mm; originaler Spannrahmen: 300 mm x 245 mm

Hersteller

Georg Adam Eger

Beschriftung

Bez. rs., Pinsel in Schwarz: „Diesen Hirsch von 18. / Enden haben Des Regl: / Herrn Landgrafen zu / Hessen-Darmstadt Hoch / Fürstls Durchl. d. 6.tn / Octobr: A[nn]o 1763. im Forst / Mitteldick geschossen." Rs. auf Spannrahmen Aufkleber, hs. (19. Jh.): „Dieses Geweihe befindet sich in Cranichstein." Vorne auf Schild: "Georg Adam Eger *1727 +1808".

Material

Öl auf Leinwand, gerahmt; Profilrahmen vergoldet.