Detailansicht

001/001/031

Hirschfänger mit Scheide

Seitenwaffen

Beschreibung

Das Blatt mit 14 mm langer Fehlschärfe trägt einen 162 mm langen, auslaufenden Rückenschliff und beidseitige, zentrale Kehlen. Terzseitig erscheint ein tiefgeätztes, gekröntes "L" (wohl das Monogramm des Großherzogs Ludwig III. (1806-1877), der ab 1848 regierte), (das Ätzmotiv siehe auch auf den unter Kat. Nr. 46 und 47 beschriEbenen Klingen), auf der Gegenseite das motivisch von jenen abweichende gekrönte hessische Löwenwappen. Die Schlagmarke der Fehlschärfe zeigt einen gerkönten Wappenschild mit einer Wolfsangel (Cronau, 1885, Taf. II, Nr. 190, die Marke der Firma H.W. Lang, Solingen, 1854). Das Gefäß besteht aus zwei Buntmetallteilen. Auf den Klingenschultern ruht die vertikal S-förmig geschwungene Parierstange. Die Hilze ist mitsamt dem angedeuteten Hilzenring und dem Zierkopfbeschlag der Terzseite aus einem Stück gegossen. Im Scheitelpunkt liegt der Angelniet. Die Scheide wurde aus schwarzem Leder mit ursprünglich zweiteiligem Buntmetallbeschlag gefertigt, dessen Ortband fehlt. Am Mundblech ist ein Tragehaken verlötet. Ob es sich bei der Waffe um ein für den jagdlichen Gebrauch bestimmtes Exemplar oder um einen militärischen Hirschfänger handelt ist ungeklärt.

Maße

L 702/587 mm; B 31 mm, St 8 mm; G 848/742 g

Beschriftung

Terzseitig ein tief geätztes, gekröntes "L"

Material

Klinge: Rückenschliff, terzseitig tief geätzt; Gefäß: zwei Buntmetallteile