Detailansicht

001/001/009

Plaute mit Scheide

Seitenwaffen

Beschreibung

Das um eine Pfeilhöhe von 9 mm geschwungene Blatt mit 3 mm langer Fehlschärfe trägt einen 222 mm langen, auslaufenden Rückenschliff. Sein Ort liegt in der Mittellinie. Die an die Schultern anschließende, ungekehlte; 98 mm lange Partie zeigt beidseitig hoch geätztes vergoldetes Bandelwerk; gekrönte Wappen, sowie die Inschrift: "Vivat Ludovicus Hassiae Landgravius" (Ludwig VIII., Landgraf von Hessen-Darmstadt, 1691-1768. Seine Jagdleidenschaft pflegte er von verschiedenen Jagdschlössern aus; zur Förderung der Jagd ließ er Jagdschneisen und Schirme anlegen. Pons, 2009, S. 111). Das anschließende, ebenfalls hoch geätzte, Rankenwerkdekor beschränkt sich auf die Breite der zentralen Kehle. Es umschließt terzseitig die Darstellung einer Sau und auf der Gegenseite die eines Hirschen. Die feine, nahe des Rückens verlaufende Kehle ist nicht dekoriert. Den Rücken schmückt eine geätzte Ranke. Das Gefäß besteht aus zwei gegossenen, ziselierten und stark vergoldeten Buntmetallteilen sowie den Geweihgriffschalen. Auf den Klingenschultern ruht das schalenartige Parierelement (vgl. Kat. Nr. 17, 18), dessen schneidenseitiger Abschluss, ein Vogel- oder Greifenkopf, heute fehlt. Er schließt den Sockel mit dem Rahmen an. Beidseitig verdecken drei Stifte mit halbrunden Zierknöpfen die Niete der Griffschalen. Die Scheide wurde aus schwarzem Leder mit zweiteiligem, dekoriertem und vergoldetem Beschlag gefertigt. Im Mundblech ist eine Bestecktasche vorgesehen und ein Trageknopf verlötet.

Maße

L 682/560 mm; B 30 mm; St 9 mm; G 768/572 g

Beschriftung

"Vivat Ludovicus Hassiae Landgravius"

Material

Klinge: geätzt, graviert; Gefäß: vergoldete Stichplatte; Griff: Hirschhorn, Messingnieten