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Sanierung

In den nächsten Jahren werden im Jagdschloss Kanichstein einige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Begonnen wird 2019 mit der Schlossmauer. Finanziert wird das Vorhaben durch Spenden und mit der Unterstützung von 300 000 € vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

1. Bauabschnitt: Juli bis November 2019

Die Sanierung der Parkplatzmauer (Nordmauer der Gasse) und Schlossmauer am Backhausteich.

Die historischen Mauern vom Jagdschloss Kranichstein, welche vom 17. bis ins 19. Jahrhundert gebaut wurden, werden in den nächsten Jahren saniert. Begonnen wurde mit der Mauer am Parkplatz, Nordmauer der Gasse. Die Mauern aus der Frühzeit des Jagdschlosses drohte umzustürzen und wird deshalb als Erstes saniert. Zu Beginn wird die Mauer von oben abgenommen, bis keine Erde und Wurzeln mehr im Mauerwerk zu finden sind. Die losen Teile werden herausgenommen und mit historischen Techniken wieder aufgebaut. Dazu wird größtenteils versucht die Originalsteine wieder einzusetzen.

Die Mauer beim Backhausteich wird neu verfugt, lose Materialien verfestigt und fehlendes ersetzt. Der Metallzaun wird ebenfalls instand gesetzt.

Musterflächen der Mauersanierung

Um die Mauer denkmalschutzgerecht zu sanieren wurden vorab drei Musterflächen angelegt, die mittlerweile entfernt wurden. Anhand dieser Musterflächen wurde entschieden wie die komplette Mauer bearbeitet werden soll.

Die Mauer soll möglichst nach dem historischen Vorbild saniert werden. Dafür wurde der Mörtel analysiert und dem damaligen möglichst nah nachempfunden. Die Stellen an denen der alte Putz noch erhalten ist, bleiben bestehen und werden mit dem neuem Mörtel ergänzt. Die Mauer wird verputzt mit einigen großen Steinen, die ausgelassen werden. Ähnlich der dritten Musterfläche. Bei der Dritten Musterfläche stimmten allerdings die Mörtelzusammensetzung und die Menge der herausschauenden Steine noch nicht.

Beispielfläche für die Sanierung

Nach der Begutachtung der Probeflächen wurde sich von einer reinen Verfugung verabschiedet. Wer nun sehen möchte, wie die komplette Mauer saniert wird, kann entlang am Backhausteich eine Probefläche finden, die bestehen bleiben wird. Die Fläche befindet sich am Ende des Zaunes zum Übergang zur reinen Mauer. Die Fugen wurden gereingt und werden jetzt mit dem extra angemischten Mörtel maschinell verspritzt und anschließen mit einer Kelle abgezogen. So kommt man mit dem Mörtel tiefer in die Mauer und hat durch den nachträglichen Kellenstrich trotzdem ein dem historischen Original möglichst ähnliches Ergebnis.