Sekundarstufe I

Sekundarstufe I

Forschen • Erleben • Bewerten

FORSCHUNGSGEGENSTAND NATUR
Das ist das Motto unserer  Werkstätten und Projekttage. Deshalb sind das Freilandlabor und die Lebensräume in der Umgebung des Zeughauses fester Bestandteil unserer Programme. Bei den Exkursionen in den Kranichsteiner Wald, den Schlosspark, zum Ruthsenbach oder zum Backhausteich  können die Schülerinnen und Schüler ihr bereits vorhandenes und ihr im bioversum neu erworbenes Wissen praktisch überprüfen und anwenden.

METHODIK
Eigenständiges Lernen, wissenschaftliches Arbeiten und der persönliche Bezug zur Natur sind Grundlagen unseres Konzepts. Unsere Werkstätten und Projekttage beginnen mit einer Einführung ins Thema, bei der die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen und ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Thema der Veranstaltung verknüpfen können. Bei einigen Themen wird dabei auch die Ausstellung in Form eines Suchauftrages einbezogen. Die aktive Forschung im Freigelände, Versuche an Modellen und Experimente runden das handlungsorientierte Lernen im bioversum ab. Den Abschluss bildet jeweils eine gemeinsame Präsentation, bei der die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und diskutiert werden. Die Werkstätten eignen sich als Unterrichtsergänzung und als Einführung in ein neues Thema.

Unsere Werkstattleiter verstehen sich als Moderatoren, die den Schülerinnen und Schülern helfen Wissen zusammenzutragen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Diese werden verbal so aufbereitet, dass es für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. Sie führen die Schülerinnen und Schüler an die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens heran, unterstützen sie bei der Strukturierung und Aufbereitung ihrer Ergebnisse für die Präsentation und schärfen den Blick für die Aussagekraft der eigenen Untersuchungen.

Alle weiteren Infos finden Sie in unserer Buchungsinfo.

Dauer:

Werkstätten: 3 Stunden (inkl. Essenspause)
Projekttage: 5 Stunden (inkl. Essenspause)

Alter & Gruppengröße:

An den Werkstätten können maximal 26 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Wird eine Gruppe geteilt, zahlt die zweite Klassenhälfte keine Materialkosten. Parallelklassen zahlen jeweils Honorar, Eintritt und Materialkosten.

Kosten:

Werkstatt: 60,00 € zzgl. 2,50 € pro Schüler*in
Projekttag: 100,00 € zzgl. 3,50 € pro Schüler*in
4 Begleitpersonen sind frei.

Reservierung, Buchung & Stornierung:

Sie können die Programme telefonisch, per Mail oder über das Online-Buchungsformular buchen. Melden Sie bitte Ihren Museumsbesuch (auch wenn Sie kein Programm buchen) telefonisch oder per Mail mindestens 14 Tage im Voraus bei uns an. Zwischen Oster- und Sommerferien empfiehlt sich eine noch frühere Buchung. Der vereinbarte Termin gilt als verbindlich. Wenn Sie eine ausführlichere Beratung wünschen, sagen Sie bitte bei der Buchung der Veranstaltung Bescheid. Wir werden uns telefonisch oder per Mail mit Ihnen in
Verbindung setzen.

Eine kostenlose Stornierung ist bis fünf Werktage vor dem vereinbarten Termin schriftlich oder per Mail möglich. Bei kurzfristigerer Stornierung stellen wir 40,00 € in Rechnung.

Themen

Recycling im Wald - Stoffkreislauf am Beispiel von Holz- und Laubstreuzersetzung

Wie wird das Totholz und die Laubstreu im Wald zersetzt und wer ist daran beteiligt?

Unmengen von Tieren, Pilzen und Bakterien bauen Jahr für Jahr totes Holz und Herbstlaub ab und stellen so neuen Humus her, der Pflanzen mit Nährstoffen versorgt und als Wachstumsgrundlage für neue Sämlinge dient. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die verschiedenen Zersetzungsstadien von stehendem und liegendem Totholz und die daran beteiligten Organismen. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf der Bedeutung dieser Abbauprozesse für den Stoffkreislauf im Wald.

Alter: nur für 7. Klasse
Zeit: April bis Mitte Oktober
Buchungsnummer: W 05_04

Stockwerke des Waldes - Wer lebt wo im Wald?

Welche Strukturen prägen den Lebensraum Wald und von welchen Organismen werden sie bewohnt?

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen, welche Pflanzenformen die unterschiedlichen Stockwerke im Wald prägen, welche Bedingungen dort herrschen und welche Tiere dort leben. Dazu messen sie die Höhe der Pflanzen (auch der Bäume) sowie abiotische Faktoren (Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtstärke). Mit ihren Untersuchungsergebnissen gestalten sie Plakate für die verschiedenen Stockwerke, die sie bei der Präsentation vorstellen.

Zeit: Ende April bis Oktober
Buchungsnummer: W 05_07

Abgehauen - Haustiere unterwegs in Feld und Flur

Können Haustiere bei uns in freier Wildbahn überleben?

In Zoohandlungen kann man Tiere aus aller Herren Länder fürs Kinderzimmer erwerben. Woher kommen diese Tiere und was passiert, wenn sie abhauen oder ausgesetzt werden? Um das herauszufinden beschäftigen wir uns mit der ursprünglichen Heimat und den Bedürfnissen der Haustiere. Die Kinder untersuchen die potentiellen Lebensräume und stellen in einer kurzen Theaterszene vor, was nach ihrer Einschätzung mit den Tieren in der ungewohnten Freiheit passieren wird.

Zeit: ganzjährig
Buchungsnummer: W 05_14

Vielfalt der Lebensräume - Große. kleine und winzige Habitate vor unserer Haustür

Was ist ein Lebensraum und wie sieht der Lebensraum verschiedener Tiere aus?

Die Schülerinnen und Schüler finden gemeinsam heraus, was eigentlich ein Lebensraum ist und erfahren anhand der Tiere im Museum, welche Ansprüche diese an einen geeigneten Lebensraum stellen. Sie messen im Freiland die abiotischen Faktoren bei verschiedenen Lebensräumen wie Feldrand, Waldrand und Wald und stellen bei der Präsentation vor, welche Tiere in welchem dieser Lebensräume vorkommen und welche ihrer Bedürfnisse (z.B. Nahrung, Schutz, Partnersuche) sie in den verschiedenen Habitaten befriedigen.

Zeit: ganzjährig
Buchungsnummer: W 05_05

Vielfalt der Lebensräume - Sonderprogramm Amphibien

Welche Amphibien können im Kranichsteiner Wald leben?

Nachdem sie herausgefunden haben, was überhaupt ein Lebensraum ist, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler konkret mit den Ansprüchen verschiedener heimischer Amphibienarten. Sie überprüfen im Freiland, für welche Arten es Versteck-, Überwinterungs- und Laichmöglichkeiten und ein entsprechendes Nahrungsangebot gibt, für wen also der Kranichsteiner Wald ein potentielles Habitat ist. Mit Hilfe eines Lebensraummodells und Amphibienpräparaten stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor.

Zeit: ganzjährig
Buchungsnummer: W 05_06

Saftig, sauer, süß - Geschmacksvielfalt des Nahrungsmittels Apfel

Warum gibt es verschiedene Apfelsorten und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Die Schüler*innen probieren aus, wie SÜSS, SAUER, BITTERund SALZIG schmeckt und finden heraus, welche Informationen uns diese Geschmacksrichtungen bei der Prüfung von Nahrungsmitteln geben. Im Besucherlabor lernen sie vier verschiedene Apfelsorten mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften kennen und verkosten diese, wodurch ihr Geschmackssinn geschärft wird. Die Schüler*innen küren ihren Lieblingsapfel - einmal roh und einmal gebacken als Apfelpfannkuchen - und stellen die Ergebnisse auf verschiedene Weise grafisch dar. Wer wohl der leckerste Apfel zum Reinbeißen und der beste Backapfel ist? An welchen Eigenschaften liegt das und was hat die Züchtung von Apfelsorten damit zu tun? Zum Abschluss lernen sie iIm Freilandlabor alte, regionale Apfelsorten kennen.

Alter: nur für 5. Klasse
Zeit: Oktober bis April
Buchungsnummer: W 05_12

Rund um die Feder - Tragfläche, Kälteschutz und Statussymbol

Wie sind Federn aufgebaut und welche Funktionen haben sie?

Bei dieser Werkstatt dreht sich alles um Federn. Sie dienen nicht nur als Tragflächen, sondern auch als Schmuck und natürlich als wärmende Decke. Sind alle Federn gleich oder gibt es verschiedene Federsorten? Wer hat sie wo und welche Aufgaben erfüllen sie? Dazu sortieren die Schülerinnen und Schüler Federn, ordnen ihnen die verschiednen Funktionen zu und untersuchen sie unter dem Binokular. Zum Abschluss gehen mit mit Ferngläsern zum Backhausteich und beobachten dort die Wasservögel.

Zeit: April bis Oktober
Buchungsnummer: W 05_13

Ökosystem Bach - Untersuchung eines Lebensraumes

Was gehört alles zum Ökosystem Bach?

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich intensiv mit dem Ökosystem Bach und untersuchen am Ruthsenbach Form und Struktur, die Strömung, verschiedene abiotische Faktoren sowie die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Dabei wird ein natürlicher Teil des Baches, der durch den Wald fließt, mit einem siedlungsnahen Teil verglichen. Mit den Ergebnissen werden zwei Plakatwände - jeweils eine für jeden der beiden Bachabschnitte - gestaltet.

Zeit: April bis Oktober
Buchungsnummer: W 05_02
Info: Bitte Gummistiefel bzw. Handtücher und Wechselkleider mitbringen!

Ökosystem See - Untersuchung eines Lebensraumes

Was gehört alles zum Ökosystem See?

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich intensiv mit dem Ökosystem See am Beispiel des Backhausteichs. Sie untersuchen dessen Form und Struktur, die Sichttiefe, verschiedene abiotische Faktoren sowie die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Am Ende gestalten sie mit ihren Ergebnissen Plakate, die sie bei der Präsentation vorstellen. Ab der 8. Klasse wird eine zusätzlich eine Planktonuntersuchung durchgeführt.

Zeit: April bis Oktober
Buchungsnummer: W 05_03
Info: Bitte Gummistiefel bzw. Handtücher und Wechselkleider mitbringen!

Blüten, Bienen & Bestäubung - Von Frühblühern und anderen Blütenpflanzen und ihren Bestäubern

Wie sind Blütenpflanzen aufgebaut und was hat das mit ihrer Fortpflanzung zu tun?

Wir machen uns auf die Suche nach den Blütenpflanzen im Freilandlabor und finden heraus, wie sie den Winter überdauern. Wie sind Blüten aufgebaut und was haben diese Teile mit ihrer Fortpflanzung und Verbreitung zu tun? Die Schüler*innen forschen an der Versuchsfläche und den Wissenstationen und finden Antworten auf diese und andere Fragen.

Zeit: April bis September

Unsere Projekttage

Manche Themen sind so umfangreich, dass sie sich nicht in drei Stunden umsetzen lassen. Die vierstündigen Projekttage ermöglichen einer Gruppe, sich intensiv mit einem komplexen Thema auseinanderzusetzen, auch ein größeres Untersuchungsgebiet mit einzubeziehen oder länger angelegte Experimente zu machen.

Wald & Wiese

Wie unterscheiden sich die Lebensräume Wald und Wiese?

Die Schülerinnen und Schüler finden durch eigene Untersuchungen den Unterschied zwischen den beiden Lebensräumen Wald und Wiese heraus. Dabei untersuchen sie die Struktur, die dort herrschenden abiotischen Faktoren (Temperatur, Lichtstärke, Luftfeuchtigkeit), den Boden, die Stockwerke, die vorkommenden Pflanzenformen und auch die Tiere. Zum Abschluss bereiten die Schüler eine Präsentation mit den Ergebnissen ihrer Untersuchungen vor, bei der auch der Wald als Sukzessionsendstadium thematisiert wird.

Zeit: Mai bis Oktober
Buchungsnummer: P 05_01

Bach & See

Wie unterscheiden sich stehende von fließenden Gewässern?

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen den Ruthsenbach und den Backhausteich, um die Unterschiede zwischen einem fließenden und einem stehenden Gewässer herauszufinden. Dazu erforschen sie zum Beispiel die Strömung, messen die Temperatur, fangen und bestimmen Tiere. Zum Abschluss gestalten sie für jedes Gewässer ein Plakat mit den Ergebnissen ihrer Untersuchungen.

Zeit: April bis Oktober
Buchungsnummer: P 05_02
Info: Bitte Gummistiefel bzw. Handtücher und Wechselkleider mitbringen!